Du und dein Brunnen

Du hast einen Brunnen in dir, aus dem strömt unerschöpflich deine Lebensenergie. Wenn dein Brunnen voll ist, dann strömt diese Energie ganz von selbst mühelos nach außen, und ohne dass du viel dafür tun musst, strömt sie in deine Familie, in deine Beziehung, in deine Arbeit und in deine Umwelt.

Es ist gut, wenn du guten Kontakt zu deinem Brunnen hast. Dann kannst du nämlich fühlen, ob er gerade sehr voll ist und überläuft oder ob er gerade erschöpft und leer ist. Es ist deine Aufgabe gut mit ihm, also mit deiner Lebensenergie umzugehen. Wenn du mehr gibst, als du gerade hast, dann verausgabst du dich, dann bekommst du vielleicht einen Erschöpfungszustand. Dann bist du nur noch müde und alles ist dir zu viel.

Wie der Zustand deines Brunnens ist, das fühlst du ganz einfach. Wenn es dir Freude macht, aktiv zu sein oder etwas für andere zu tun, dann ist dein Brunnen voll, dann verströmt er sich von selbst. Wenn es mühsam und schwer für dich wird, wenn du überhaupt keine Lust hast, etwas zu tun, dann ist das ein sicheres Zeichen, dass es Zeit wird dich um deinen Brunnen zu kümmern. Dann darf sich der Brunnen regenerieren. Dann darfst du dich an die erste Stelle setzen, dann darfst du nach innen fühlen und spüren, was dir jetzt gut tut.

Leere und Fülle, das ist ein ständiger Wandel und du darfst diesen Wandel wahrnehmen und mit ihm fließen.

Kannst du selbst diese feinen Unterschiede wahrnehmen? Diese Tage an denen du gerne gibst und die Tage, an denen dir dies schwerfällt? Kannst du wahrnehmen, dass du Zeiten brauchst, die dir allein gehören? Zeiten in denen sich der Brunnen wieder füllen darf? Kannst du dir Phasen der Leere und Phasen des „sich füllens“ zugestehen? In welcher Phase bist du gerade?