Eine Regenmacher-Geschichte

Neulich habe ich eine Regenmacher-Geschichte gelesen. Sinngemäß ging sie so:

Ein Dorf erlebte eine große Dürre und in der Not riefen sie einen Regenmacher. Dieser kam, sah sich im Dorf um und sagte: „Gebt mir eine Hütte, ich möchte mich einige Tage darin zurückziehen“.

Nach einigen Tagen begann es tatsächlich zu regnen. Die Dorfbewohner freuten sich sehr und bedankten sich bei dem Mann. Sie sagten, „du hast uns gerettet, du bist großartig, du kannst Regen machen.“

Der Regenmacher entgegnete: „Ich bin ein normaler Mann, ich kann keinen Regen machen. Ich kam hier her und spürte, dass ihr innerlich in Unordnung wart. So ging ich in die Hütte und brachte mich selbst einige Tage in Ordnung. Als in mir alles geordnet war, da sprang das auf euch über. Dann wart auch ihr wieder geordnet. Und als ihr geordnet wart, konnte das auf die Natur überspringen und es begann zu regnen.“

Mir hat diese Geschichte sehr gefallen, da ich auch davon ausgehe, dass mir im Außen nur das begegnen kann, was in mir ist. So ist das Außen wie ein wertvoller Spiegel, der mir zeigt wo es in mir noch ungeordnete, verborgene Seiten gibt. Durch Begegnungen im Außen erhälst du so einen tieferen Einblick in dich selbst.

Wenn du in einer schwierigen Situation bist, wenn du dich immer wieder im gleichen Schlamassel wiederfindest ;), zieh dich zurück, schau nach innen. Ordne dich selbst und erforsche deine tieferen Emotionen. Bring dich selbst in Ordnung, dann wird dir auch im Außen Ordnung begegnen.

Wie gefällt dir diese Geschichte? Falls du Lust hast probier es das nächste Mal aus. Was geschieht, wenn du den Blick nach innen wendest und auf Forschungsreise in dich gehst, wenn Situationen im Außen schwierig sind? Was geschieht, wenn du die volle Verantwortung für deine Emotionen übernimmst und sie nicht mehr deinen Mitmenschen ans Bein bindest?