Gesellschaftsspiele und das Leben

Kannst du dich erinnern, dass du irgendwann mit Freunden oder deinen Kindern einen Spieleabend hattest? Alle waren fröhlich und vergnügt und haben das Spiel genossen. Manchmal fängt aber ein Spieler damit an, das Spiel schrecklich ernst zu nehmen. Wenn er verliert, dann ist er sauer, dann beschuldigt er andere, dass sie falsch gespielt haben, dann rennt er weg und der fröhliche Abend ist beendet. Vielleicht sagst du dann zu ihm „nimm es doch nicht so ernst, es ist doch nur ein Spiel.“

Das Leben ist nicht so viel anders, auf seine Art ist es ein Spiel und anstrengend und tragisch wird es immer dann, wenn du anfängst es schrecklich ernst zu nehmen. Wenn du das Leben sehr ernst nimmst, dann fehlt dir der Abstand. Der Abstand zu dir selbst, der Abstand zu einer Situation, der Abstand zu einem Mitmenschen. Immer dann wenn es dir gelingt, dich mal zurückzulehnen, dann merkst du, die Dinge in diesem Moment, die sind wie sie sind. Ob du sie jetzt aber tierisch ernst nimmst oder ob du drüber lachst, das ist allein deine Entscheidung. Und je verbohrter du in eine Situation bist um so unerquicklicher wird sie. Wenn du jedoch das spielerische darin sehen kannst und wenn du dich und deine Situation mal aus der Distanz beobachtest, dann erkennst du vielleicht, dass es einfacher ist, dich zurückzulehnen und dich einfach mal zu entspannen.

Wenn es anstrengend wird, dann guck mal in eine ganz andere Richtung und lass das Problem ein Weilchen Problem sein. Wenn es ein wirkliches Problem ist, dann wird es nicht gleich davonlaufen, und wenn es kein wirkliches Problem ist, dann hat es sich vielleicht von selbst gelöst, bis du dich Tage später wieder umdrehst…….

Kennst du solche Spieleabende? Und kannst du sehen, dass du eine Freiheit hast, wie du dein Leben spielst? Mit bitterem Ernst oder mit lockerer Freude? Mit letzter Kraft und zusammengebissenen Zähnen oder mit Humor?