Spielerisch

Wenn du die Entwicklung eines Kindes vom Säugling bis zum Einschulungskind anschaust, dann kannst du sehen, dass es in dieser Zeit unglaublich viel gelernt hat. Trotzdem siehst du selten ein Kind, das frustriert oder ermüdet dasitzt, das dir erzählen wird, wie anstrengend diese ersten 6 Jahre seines Lebens gewesen sind, weil es so viel gelernt hat.

Kinder lernen spielerisch. Es ist mehr eine Freude am Entdecken, die sie antreibt. Ein Spaß daran, Neues auszuprobieren. Ein Krabbelkind macht die ersten Schritte und dann geht es selbstverständlich wieder ins Krabbeln zurück. Einige Tage später, macht es dann die nächsten Schritte. Kein Krabbelkind liegt abends frustriert im Bett, weil es heute nur 3 Schritte gemacht hat. Kein Krabbelkind fühlt sich müde und ausgelaugt vom Gehen lernen.

Diese Wahrnehmung entsteht erst in der Schule. Plötzlich muss man sich anstrengen um etwas zu erreichen. Plötzlich ist das was man macht gut oder schlecht. Plötzlich kann lernen nicht mehr Freude sein sondern auch Frustration. Und die Erwachsenen sagen dann, dass das Leben eben so ist. Dass man sich im Leben eben anstrengen muss.

Meine Empfehlung für heute: Geh zurück ins Krabbelalter. Geh zurück in die Freude, Neues zu erkunden, Neues zu entdecken, Neues auszuprobieren. Genieße das Probieren, genieße die Erfahrung und lass die Bewertung weg. Immer wenn du dein Leben als mühsam und anstrengend wahrnimmst, dann weißt du, dass du diese spielerische Ebene verlassen hast, dann weißt du, dass du jetzt in der Schule gelandet bist.

Kannst du dir ein spielerisches Leben zugestehen? Kannst du die strengen Bewertungssysteme, die du gelernt hast schmelzen lassen?