Stehst du dir manchmal selbst im Weg?

Immer wieder formulieren KlientInnen: „Ich steh mir selbst im Weg“ und auch ich kenne diesen Zustand ;). Vielleicht kennst du ihn auch?

Du versuchst, aus deinem „kleinen Gefängnis“ auszubrechen. Du möchtest dich freier ausdrücken, du möchtest dich wehren, du möchtest etwas einfordern, zu möchtest dich entfalten, du möchtest nein sagen, du möchtest mehr Geld in dein Leben lassen……….. und immer wenn du kurz davor bist, dann klappt es nicht. Dann zieht dich eine dunkle Welle zurück in dein altes, vertrautes Dasein.

Wenn du wahrnimmst, dass du dir selbst im Weg stehst, dann bist du schon gut dabei ;), dann hast du bereits erkannt, dass DU das bist. Nicht deine Mitmenschen (die machen es manchmal stellvertretend für dich ;)) sondern du selbst stehst dir mitten im Weg.

Wenn du in etwas Neues gehen möchtest, melden sich häufig Anteile, die das sehr beunruhigend finden. Vielleicht ist deine jetzige Situation nicht angenehm, aber dennoch ist sie dir meist seit vielen Jahren vertraut. Anteile, die sich dir in den Weg stellen, fühlen sich oft überfordert von einer neuen Situation. Sie haben Angst vor einer neuen, unbekannten Wirklichkeit. Wie wird es sich anfühlen, wenn du keine Schuldgefühle mehr hast? Wie wird es sich anfühlen, wenn du viel Geld hast? Wie wird es sich anfühlen wenn du ganz gesund bist? Wie wird es sein, wenn es dir gut gehen darf? ………. „Hilfe, das kennen wir nicht, das ist Neuland“, rufen die ängstlichen Anteile.

Statt diese Anteile schwungvoll aus dem Weg zu kicken, möchte ich dir heute einen neuen, liebevollen Weg aufzeigen. Denn vielleicht hast du auch schon bemerkt, dass das „aus dem Weg kicken“ oft nicht funktioniert.

Ich möchte dich dazu einladen ihnen liebevoll zu begegnen. Sie sind nicht böse, es sind kindliche Anteile, die sich überfordert fühlen und die denken, dass sie die Führung übernehmen müssen. Sie sind dir dankbar, wenn du sie in aller Ruhe wahrnimmst, sie genauer betrachtest, sie liebevoll in die Arme nimmst und in deine innere Liebe schmelzen lässt. Dann wird es friedlich in dir. Betrachte sie wie kleine Kinder, die vor einer Reise ins Unbekannte Angst haben. Wenn du sie als Mama in den Arm nimmst, dann fühlen sie sich geborgen und mutig.

Wenn du diese Anteile liebevoll zu dir genommen hast, dann ist der Weg frei für dich. Dann stehst du dir nicht länger im Weg.

Wenn du Lust hast, probiere diesen neuen Weg aus. Kannst du sie wahrnehmen, die unruhigen Anteile in dir? Kannst du sie liebevoll in die Arme nehmen? Kannst du erkennen, dass es deine Anteile sind, die da nach Liebe schreien?