Und wenn du mit mitfühlenden Augen schaust?

Vielleicht kennst du auch eine Stimme in dir, die sagt: „Selbst schuld“. Mit harter Stimme kommentiert sie dich immer mal wieder auf diese Weise und mit harter Stimme kommentiert sie deine Mitmenschen auf diese Weise.

„Selbst schuld, dass er jetzt ein burnout hat, er hätte eben früher etwas ändern sollen“, „selbst schuld, dass er jetzt diese Krankheit hat, er hat eben nie auf seinen Körper gehört“, „selbst schuld, dass ich dies oder jenes nicht verändert habe“.

„Selbst schuld “ wiegt dich auch in der scheinbaren Sicherheit, dass, dir das so nicht hätte passieren können. Dann sagst du „tja, hätte er eben, ich hab ihm das immer gesagt…“

Was geschieht, wenn du jetzt in deine fühlendes Herz gehst? Was geschieht, wenn du nicht mehr mit den Augen der Härte sondern den Augen des Mitgefühls auf dich und auf deine Mitmenschen schaust? Wenn du dich wirklich von der Not berühren lässt?

Wenn du erkennst, dass du zu jedem Zeitpunkt deines Lebens das getan hast, was zu diesem Zeitpunkt eben möglich war? Wenn du erkennst, dass auch deine Mitmenschen zu jedem Zeitpunkt ihres Lebens das getan haben was möglich war?

Dann kannst du dich selbst mitfühlend in den Arm nehmen und dann kannst du voller Mitgefühl deine Mitmenschen, wenn sie in Not geraten, annehmen. Du kannst erkennen, dass wir uns alle nicht so sehr unterscheiden.

Wir wollen geliebt werden, wir wollen glücklich sein und wir geben jeden Tag unser bestes.

Wie geht es dir mit diesem Gedanken? Was verändert sich in der Beziehung zu dir selbst und was verändert sich in der Beziehung zu deinen Mitmenschen? Wo steckt noch viel Härte im Umgang mit dir selbst und im Umgang mit anderen Menschen?