„Wie bist du eigentlich damals zu Reiki gekommen?“

Nach einer Reikibehandlung fragte mich neulich meine Klientin „sag mal, wie bist du eigentlich 1990 auf Reiki gekommen, damals war das doch noch gar nicht so verbreitet?“

Also bei mir war es so, dass weniger ich zu Reiki, als Reiki zu mir gekommen ist. Damals war ich eine junge Sozialpädagogin, auf der Suche nach meiner Aufgabe und auf der Suche nach meinen Gaben. Da ich in meiner Arbeit gar nicht soooo glücklich war, habe ich diese Arbeit beendet und habe mich auf die Suche gemacht. Damals habe ich vieles ausprobiert – alles aus dem Bereich Körper, Geist, Seele…. Tai chi, Eutonie, Eurythmie, Yoga….. und dann erzählte mir eine Freundin von Reiki. Sie sagte „du, da legt man die Hände auf und dann geschieht irgendwie Heilung“. Für mich war sofort klar, dass ich das vollkommen obskur finde, Hände auflegen und Heilung, nein, das konnte ich nicht glauben und damit wollte ich nichts zu tun haben.

Als mein Sohn ein Jahr alt war, wollte ich dann 1990 endlich mal wieder ein Wochenende ohne Mann und Kind genießen :). Ich meldete mich – ganz meiner Suche treu 😉 für ein Aikido-Wochende an. In der Woche davor erhielt ich von dem Aikido-Lehrer einen Brief, leider zu wenig Anmeldungen, leider kein Seminar. In dem Brief lag aber eine Einladung zu einem Reiki-Seminar, seine Frau, die Reikimeisterin war, bot an genau diesem Wochenende ein 1. Grad-Seminar an.

Nun war ich in der Zwickmühle, auf mein freies Wochenende verzichten oder ein freies Wochenende und dieses seltsame Handauflegen? Nun gut, ich war einfach pragmatisch. Freies Wochenende.

So kam Reiki in mein Leben. Seit diesem 1. Grad im Juni 1990 ist Reiki für mich alltäglich geworden.  Reiki fiel mir leicht. Die Hände auflegen, das geht für mich immer. Mal nebenbei, mal ausführlich, für mich ist es nach wie vor eines der größten Geschenke, die in mein Leben kamen und für mich ist es immer noch ein Hochgenuss. Auch meine Kinder waren von Reiki sehr begeistert, von klein auf, war es für sie normal, die Hände aufzulegen. Reiki hat sie durch alle Phasen des größer- und erwachsenwerdens begleitet und noch heute (inzwischen sind sie längst flügge geworden ;)) genießen sie es, hier oder da eine ausführliche Reikibehandlung zu bekommen. Manchmal in der Not und manchmal zum puren Genuss.

Danach kam für mich der zweite und der dritte Grad und Reiki zu lehren erfüllt mich immer noch zu 100 Prozent. Auch in dem ganzen Wandel, den meine Praxis in den letzten 2 Jahren durchlief ist für mich klar, Reiki wird da auch weiterhin mit großer Freude dazu gehören.

Falls du selbst auch eine schöne Geschichte mit Reiki hast, teile sie gerne mit.